
Das Goaßlschnalzen ist ein Brauch, der sich im bayerisch-österreichischen Raum entwickelt hat. Früher, als Spediteure noch Fuhrmänner genannt wurden und ihr Fahrzeug noch Pferde und Kutschen waren, nutzten sie bei der Einfahrt in Ortschaften oder bei anderen Gelegenheiten – etwa zur Begrüßung von anderen Fuhrmännern – ihre Peitschen und erzeugten damit Knallgeräusche. Im Laufe der Zeit entwickelten sich zu den verschiedenen Anlässen unterschiedliche Knallfolgen. Es entstanden bestimmte Schlagarten wie der Vorhandschlag, der Rückhandschlag und der Doppelschlag, später auch die Triangel. Im Laufe der Zeit übten die Fuhrmänner in ihrer Freizeit und erlangten damit eine derartige Geschicklichkeit, dass sie sogar Musikstücke begleiten können.
Heute ist Goaßlschnalzen meist ein Gruppen-„Sport“. Manche Schnalzergruppen nehmen an Meisterschaften teil. Auch das Einzelschnalzen ist eine Wettbewerbsdisziplin.
In Hinterskirchen hat das Goaßlschnalzen bereits seit 50 Jahren Tradition. Damals besuchte eine Hand voll Trachtler unsere Freunde aus dem Oberland, die Auerberger Goaßlschnalzer und erlernte dort die Grundtechniken. Über die Jahre lernten unsere Schnalzer viele Musikstücke, so dass sie mittlerweile zahlreiche Melodien begleiten können. Aktuell gehören der Gruppe 15 Burschen an.
Zwecks Anfragen für Auftritte oder bei Interesse sich der Gruppe anzuschließen einfach an die beiden Vorsitzenden unter
vorstand@trachtenverein-hinterskirchen.de
wenden.
