Volkstrachtenverein Hinterskirchen e.V.

Aus der Geschichte des Trachtenvereins Hinterskirchen

 

Das Ende des 2. Weltkrieges, im Mai 1945, war für ganz Deutschland die Stunde Null. Bayern hatte wohl das bessere Los gezogen, da es der amerikanischen Besatzungszone zugeteilt wurde. Unter diesen Umständen konnte sich das Leben hier relativ bald wieder etwas normalisieren, so dass man bereits nach kurzer Zeit daran dachte, die verschiedenen gesellschaftlichen Aktivitäten der Vorkriegszeit wieder zu beleben. Diese Aufgabe gewinnt an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass viele Familien über den Kriegstod eines Familienangehörigen hinwegzukommen hatten, oder dass andere Familien mit einer Vermisstenmeldung fertig werden mussten.

Ungeachtet dessen musste man sich aber auch gewissen Spielregeln der amerikanischen Besatzungsmacht unterwerfen. Eine dieser Vorschriften untersagte unter anderem den Betrieb von Schützenvereinen. So war auch der in der Vorkriegszeit beliebte Hinterskirchener Schützenverein “Edelweiß“ verboten. Mit dem Ziel, diesen bestmöglich zu ersetzen, kam man schließlich auf die Idee, einen Gesellschaftsverein oder eventuell sogar einen Trachtenverein zu gründen. Vereine dieser Art existierten bereits in Landshut und Geisenhausen. So gilt für Hinterskirchen der 30.12.1947 als Geburtsstunde des Trachtenvereins: Im Gasthaus Rampl sitzen Pepp, Maria und Xaver Rampl, sowie Georg Zankl, Hans Speer, Josef Maierthaler und Albert Holzner zusammen und beschließen, eben diesen Trachtenverein “Edelweißverein“ aus der Taufe zu heben. Wichtigstes Ziel dieses Vereins ist es, das Dorfleben nach den Wirren des Krieges wieder zu beleben. Weiter ist in der Vereinschronik als Sinn und Zweck dieser Gründung die “Pflege der heimatlichen Sitten und Gebräuche, sowie die Aufführung von Theaterstücken und das Tanzen alter Volkstänze in üdbayerischer Volkstracht“ festgehalten. Als Motto gibt man sich mit auf den Weg: ‘Bayrisch wolln
wir lustig sein, bayrisch wolln wir sein, “ . . . . und ein besonders rühriges Gründungsjahr nimmt seinen Anfang. Am 01. Februar 1947 wird die  Gründungsversammlung abgehalten bei der 62 Mitglieder ihre Vorstandschaft wählten. Bereits zwei Wochen später veranstaltete man einen Vereinsball und schon im April wird das erste Theater“ ´s Glück vom Riedhof“ auf der selbst gezimmerten Bühne zum Besten gegeben. Damit nimmt auch die langjährige Tradition des Theaterspiels in Hinterskirchen seinen Anfang.

Nachdem man im Mai des Gründungsjahres noch einen Maitanz abhält, können schon im Juli 1.800.- Reichsmark zum Bau des Expositurhauses gestiftet werden. Die zu diesem Zeitpunkt sehr schwierige Beschaffung von Baustoffen wird von 15Burschen des Vereins übernommen. In 14tägiger Arbeit wurden die benötigten Ziegelsteine aus einer ehemaligen Festungsanlage in Ingolstadt herausgebrochen und nach Hinterskirchen gebracht. Somit kann mit der Errichtung des Pfarrhauses begonnen werden. Im gleichen Monat besuchten die Vereinsmitglieder ein großes Trachtenfest im nahe gelegenen Dorfen. Nachdem die verschiedenen Trachten alle sehr begeisterten ging man nun mit Nachdruck daran, aus dem “Edelweißverein“ einen richtigen Trachtenverein zu bilden. Jedoch aufgrund der ständig steigenden Inflation während der Nachkriegszeit ging man schließlich dazu über, Lederhosen, Hüte, Dirndlstoffe und andere Trachtenartikel mit Naturalien wie Fleisch, Fett, Eiern und Mehl zu bezahlen . Die Währungsreform vom 20. Juli 48 stellte den Verein wieder auf eine harte Bewährungsprobe. War doch all das mühsam erarbeitete Geld plötzlich wertlos. Doch kurz entschlossen legten die Mitglieder ihr Kopfgeld von 40,— DM zusammen und kauften 30 Meter Lodenstoff, woraus die ersten original Miesbacher Trachten entstanden. Nach dem Umbau des Rampl – Saales werden unter der Leitung von Toni Berger und musikalischer Unterstützung von Alois Gruber die ersten Plattler erlernt. Der Verein schließt sich dem Gau Niederbayern an, was, wie die Chronik von damals berichtet, ein Fehltritt sein sollte. Zu hohe Beiträge sowie Unstimmigkeiten bewegten den Verein zusammen mit dem Bruderverein aus Landshut, sich im Jahre 1949 dem Isargau in München anzuschließen. Erstmals wurde auch in diesem Jahr eine Fahne in Auftrag gegeben. Darüber hinaus finden erste Auftritte in der neuen Miesbacher Tracht statt, so z.B. beim Jubiläumstrachtenfest in Landshut mit 45 Trachtlern. Ebenso beteiligte sich der Verein erstmals am Oktoberfest in München, bei dem man seither alle 2 Jahre mitmacht.

Am 1.-2. Juli 1950 war es dann soweit: Pfarrer von der Grün weihte die neue Fahne mit der Beteiligung von 16 geladenen Vereinen. Als Patenverein fungierte der Bruderverein Almenrausch Landshut unter dem damaligen Vorsitz von Karl Sternecker. Mit ihm und seiner Frau Resi verbindet den Verein eine langjährige und fruchtbare Freundschaft. Im August wird die erste Volkstanzgruppe gegründet, deren Trachten zum Großteil aus vorhandenen Beständen alter Bauernhäuser stammten. Bereits 3 Wochen später findet in Ruhpolding der erste Auftritt in Volkstracht statt. Auch wird bei dieser Veranstaltung das Hinterskirchner Heimatlied, das “Lernbachtal-Lied“ aus der Feder von Lehrer Wagner uraufgeführt. lm Jahre 1951 stellt sich der Verein erneut in den Dienst der Pfarrgemeinde. Der Erlös der Theaterveranstaltung sowie einer eigens organisierten Christbaumversteigerung wird für den Kauf der neuen Orgel gestiftet. Am 8. Juli 1951 beteiligt sich der Verein an der Priminz von Heinrich Graf v. Soden. Die Beteiligung am Loisachgaufest in Bad Tölz bringt einen Weitpreis. Die Zahl der Vereinsmitglieder steigt ständig, 1952 tragen bereits 107 Männer und Frauen eine Tracht.

Die Gründung eines Spielmannszuges wird in Angriff genommen. Im Mai 1953 gaben 12 Trommler und Pfeiffer unter der Leitung von Alois Gruber bei der Fahnenweihe der FFW Hinterskirchen ihr Debüt und werden bald zu einem Aushängeschild des Trachtenvereins. Unzählige Veranstaltungen wurden umrahmt, auch der Verein erhielt bei allen Festen eine musikalische Unterstützung. Seit dem Beitritt zum Isargau ist das alljährliche Gaufest ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender.

Die nächste erwähnenswerte Station in der Vereinsgeschichte führt uns in das Jahr 1958: man beschließt die Umstellung des gesamten Vereins auf Volkstracht. Äußerste Sparsamkeit wird auferlegt, des Weiteren entscheidet man sich dafür, bis auf weiteres auf den Besuch von Festen aller Art zu verzichten. Vereinsmitglied Schorn stellt die Räumlichkeiten zur Errichtung einer Nähstube zur Verfügung. 14 Dirndltrachten werden in Eigenregie genäht, und der  Schneider Peter Huber fertigte 22 Burschentrachten.

Dann, 1961 ist es endlich so weit. In Dachau präsentierte sich der Trachtenverein Hinterskirchen das erste Mal als kompletter Volkstrachtenverein. Unverzüglich gründet man erneut eine Volkstanzgruppe, die unter der Regie von Rudi Dullinger aus München eifrig viele neue Tänze einstudierte, und damit das Vereinsleben erneut aktivierte. In geselliger Runde eröffnet der Vereinswirt Rampl der Vorstandschaft des Vereines, dass die Versteigerungshalle in Landshut zum Verkauf anstehe. Nach eingehender Beratung entschließt sich Xaver Rampl dazu, den Haupttrakt zu erwerben, und diesen in Hinterskirchen als Veranstaltungshalle wieder aufzustellen. Viele Skeptiker schütteln zwar den Kopf, jedoch war dies auch der Grundstein dafür, daß in dem kleinen Ort seitdem alljährlich auch ein witterungsunabhängiges Volksfest abgehalten werden kann. Das gute Verhältnis zwischen dem Verein und dem Gastwirt war Voraussetzung dafür, dass sich zahlreiche Trachtler beim Aufbau der Halle beteiligen. Der Vereinsfotograph Willy Götz aus Velden dokumentierte dies alles in Form eines Filmes. “Wenn wir so eine Halle haben, dann wird diese mit einer Fahnenweihe einge weiht!“ – Gesagt, getan: Der Termin für die Einweihung der Halle mit gleichzeitiger Segnung der neuen Trachtenvereinsfahne wurde auf den 09./10. September 1967 festgelegt.

Organisatorische Maßnahmen für die Fahnenweihe mußten jedoch nebenbei bewältigt werden, da es galt, mit den Handwerksarbeiten fertig zu werden. So kam es auch, dass erst am Nachmittag des 9. September kurz vor Beginn des großartigen Heimatabends der letzte Handwerker die ‘neue Halle“ verließ. Kein Geringerer als Otto Ebner, das Urgestein altbayerischer Blasmusik, wurde als Festkapelle verpflichtet. Für den Sonntag wurden 34 Vereine geladen und 1300 Trachtler boten ein farbenfrohes Fest. Beim Gaufest in Kirchseeon 1968 beteiligte sich der Verein erstmals mit mehr als 100 Trachtlern in kompletter Tracht. Im darauffolgenden Jahr nahm man wieder eine Baumaßnahme in Angriff, das „Theaterkammerl“. Direkt hinter der Bühne wurde ein beheizbarer Raum in den Holzschuppen des Vereinswirts eingebaut. Dieser dient als Probenraum für Theater- und Plattlergruppe, als Garderobe, Requisitenraum und vie- les mehr und war in seiner Art schon längst überfällig, hatte man doch bisher (außer zwischen den Kulissen) keinerlei Platz. Es galt schon fast als selbstverständlich, dass der Raum in Eigenleistung erstellt wurde. Josef Mittermeier, Josef Fuchshuber und Albert Weigand bemühten sich besonders darum. In der Zwischenzeit war man besonders aktiv bei der Gestaltung von Heimatabenden und dem Besuch von Fahnenweihen, so dass man sich auch für das nächste größere Ereignis der Vereinsgeschichte, der Beteiligung an der Schlussfeier der Olympischen Spiele 1972 in München empfehlen konnte.

Mit 32 Mitwirkenden stellte Hinterskirchen unter 40 anderen, meist gemischten Gruppen der verschiedenen Gaue, eine eigenständige Gruppe. Leider stand dann die Schlussfeier selbst unter dem Schatten des grausamen Attentats während der Spiele. Am 5. Juni 1973 feierte der älteste Trachtenverein Bayerns, der Trachtenverein Bayrischzell, sein 90 jähriges Bestehen. Hinterskirchen begleitete das Fest als Repräsentant des Isargaues. Wiederum zwei Jahre später, am 25. Oktober 1975, beim 50jährigen Bestehen der Vereinigten Trachtenverbände Bayerns, vertraten 24 Mitglieder aus Hinterskirchen den Isargau in der Inntalhalle in Rosenheim. Die zu dieser Zeit gut formierte Tanzgruppe, die sowohl vom Alter her als auch vom tänzerischen Können ein einheitliches Bild darbot, empfahl sich schließlich auch für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Montreal. So traten 8 Paare im Auftrag der Landeshauptstadt München dieses Abenteuer vom 13. -20. Juli 1976 an.

Im März desselben Jahres zeichnet der Bayerische Rundfunk für seine Reihe “Unter unserem Himmel“ verschiedene Einakter der Theatergruppe auf.

Im September begleitete eine Tanzgruppe die Veldener zu den Patenschaftsfeiern nach Roana in Italien, einer der sieben Gemeinden der Cimbern.

.Zwischenzeitlich wird man auch zu verschiedenen Filmaufnahmen gerufen, so z.B. 1978 zum Film ‘Die Apostelwäscher“ oder 1981 zum ‘Glockenkrieg“. Ein großes Erlebnis war für viele Vereinsmitglieder der Besuch des Jahrhunderttrachtenfestes in München 1983, bei dem man sich mit stattlichen 202 Personen beteiligte. Im gleichen Jahr beschloss man, die Burschentracht derart zu vervollständigen, dass man die glatten Schaftstiefel
gegen Faltenstiefel tauscht. Voraussetzung dafür war die Zusage eines Schusters in der Hallertau, den Auftrag zu übernehmen. Dieses Unterfangen, es war die größte Finanzielle Ausgabe des Vereins, machte es notwendig, dass
man aus Sparsamkeitsgründen sogar auf die obligatorische Teilnahme am Gaufest 1985 verzichtete. Zum besseren Verständnis sei hier eingefügt, dass ein Gaufestbesuch mit einer Ausgabe von mehreren tausend Mark zu Buche schlägt, da man 4 Busse benötigt und die Festzeichen auf Vereinskosten gelöst werden. 118 Paar Stiefel werden teils umgearbeitet und teils durch neue ersetzt. Viele Mitglieder erklären sich dazu bereit, die Kosten dafür vollständig oder teilweise zu übernehmen. Um baldmöglichst wieder ein einheitliches Auftreten zu ermöglichen, sowie auch die notwendigen Preissteigerungen in Grenzen zu halten, ist man um eine schnelle Abwicklung des Vorhabens bemüht.
Nicht ohne Stolz präsentierte sich der Verein bereits 1986 beim Gaufest in Lohhof mit 224 Trachtlern, noch dazu alle Männer in den neuen Faltenstief. Im darauffolgenden Jahr feierte der Verein in einer internen Feier sein 40-jähriges Bestehen. Dabei konnten 42 Trachtlerinnen und Trachtler für 40-jährige sowie 34 für ihre 30-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt werden.

Ebenfalls im Jahr 1987 gingen wieder 12 Tanzpaare auf Reisen und beteiligten sich an einem internationalen Folkloretreffen in Pietra Liguri an der italienischen Riviera.Unter den  zahlreichen Aktivitäten seien nur einige  hervorgehoben: so z.B. wurde der Trachtenverein zum Deutschen Bauerntag nach Würzburg eingeladen, um den kulturellen Teil mitzugestalten. Außerdem war die Kindergruppe mit 11 Paaren beim Europäischen Kinderfest 1989 in Belgrad vertreten. In den Jahren 1993 und 1994 beteiligte man sich in Verbindung mit dem deutsch-italienischen Verein zweimal an einer mehrtägigen Reise nach Rom und Umgebung. Dort wurde täglich an verschiedenen Orten niederbayerische Kultur dargeboten mit dem Ziel der Völkerverständigung. Ein Zwischenaufenthalt am berühmten Soldatenfriedhof “Monte Cassino“, dort wo viele deutsche Soldaten beerdigt sind, war ein beeindruckendes Erlebnis dieser Reise. Eine weitere Auslandsreise führte 1993 nach Luxemburg, wo man wiederum einen bayerischen Kulturabend gestaltete. Nicht unbedeutend ist der Schritt eine historische Gruppe nach überlieferten Vorlagen zu gründen. Schrittweise werden zunächst acht Dirndl in der historischen Form eingekleidet, bald darauf beginnt man auch die Burschen mit einem historischen Gehrock auszustatten. Diese ist natürlich wieder einmal eine ideelle wie auch finanzielle Herausforderung. Beide Trachten werden in der Trachtenbeschreibung gesondert erklärt. Aber auch selbst legt man gerne einmal Hand an. So haben unsere Dirndln je einen Miederstickkurs, sowie einen Riegelhaubenkurs veranstaltet. Beide brachten sehenswerte Mieder und Riegelhauben hervor.

Erwähnenswerte Höhepunkte der jüngeren Vereinsgeschichte stellen sicher die Teilnahme beim Antrittsbesuch unseres Bundespräsidenten Horst Köhler am 18.10.2004 in München dar. Die Jugendarbeit zeigt sich immer wieder als eine besondere Herausforderung im Verein. Junge Leute für unsere Ziele zu begeistern ist in der heutigen Zeit keine leichte Aufgabe. Bisher ist es immer wieder gelungen eine Vereinsjungend zusammen zustellen die sich sehen lassen kann. Verschiedene Veranstaltungen wie zum Beispiel Gau übergreifende Jugendhoagarten und ähnliches fördern dies in besonderer Weise. Bei den neu ins Leben gerufenen Volkstanzwettbewerben in den Jahren 2003 bis 2005, jeweils in Hinterskirchen, ging unser Verein immer mit guten und sehr guten Platzierungen sowohl in den Einzel- wie auch in den Gruppenwettkämpfen hervor. Soweit möglich beteiligen wir uns immer wieder gerne an internationalen Begegnungen. Sei es das Ponische Kulturfest, das Kulturfest der türkischen Gemeinde 2005 in München oder eine weitere Rom Reise 2006 mit Papstbesuch. Dies sind immer willkommene Abwechslungen im Vereinsjahr. Zu einem parlamentarischen Abend war 2006 geladen. Hier wurde einmal den heimischen Politikern im Landtag die Arbeit und Ziele der  rachtenbewegung vorgestellt, die durch Aufführungen unserer Jugendgruppe untermauert wurden.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der Trachtenverein Hinterskirchen im Laufe seiner Geschichte mehr als 350 Heimatabende gestaltete und dass man seit dem Beitritt zum Isargau mit zwei Ausnahmen das alljährliche (nunmehr fast alljährliche) Gaufest besuchte. Dabei lässt sich folgende Erfolgsbilanz erstellen: 29-mal 1.Meistpreis, 24mal 1.Trachtenpreis, 13mal 2.Trachtenpreis, 10mal 1 .Jugendpreis, 17mal 2.Jugendpreis. Immer wieder werden neue Gesangsgruppen zusammengestellt. Die erfolgreichsten und beständigsten beiden Gruppen sind ohne Zweifel die Haarbacher Sänger seit 1981 und die Geschwister Streule. Seit 1990. Diese beiden pflegen bayerisches Lied- und Musikgut in unserer Hinterskirchner Tracht im weiten Umkreis und werden immer wieder gerne und oft gerufen. Eine weitere Gruppierung aus dem Verein hat sich seit 1976 beständig gehalten: Die Hinterskirchner Goaslschnalzer. Eine praktische Einrichtung des Vereines, da alle Mitglieder zugleich auch in den verschiedenen Tanzgruppen vertreten sind. Damit hat ein Veranstalter bei der Buchung einer Tanzgruppe automatisch die Schnalzer schon dabei. In der 60-jährigen Geschichte trat die Theatergruppe jeweils in der Adventszeit und in der Fastenzeit jährlich zweimal an die Öffentlichkeit. Unser Ehrenvorstand Hans Speer hat sich dabei besonders verdient gemacht. Er war 50 Jahre Intendant, Regisseur und Requisiteur in einer Person. Heute bemüht sich Eduard Hetzel mit ähnlichem Erfolg diese Reihe fortzusetzen.


Damit dieser erfreuliche Werdegang des Trachtenvereins sich fortsetzt ist auch weiterhin viel Idealismus, Zeit, und Energie erforderlich. Unsere Verantwortlichen
im Verein bemühen sich beachtlich. Mehr als 75 Eintragungen in der Vereinschronik jährlich, das bedeutet durchschnittlich jede Woche 1,5 Auftritte verschiedenster
Art in der Öffentlichkeit. Dies ist nicht nur eine besondere Aufgabe, sondern soll allen Mitgliedern ein besonderer Ansporn sein.